Montag, 12. August 2013

[juli '13]

wiederbelebt:
die wiederbelebte muse nahm einen zeitkristall in die hand und erfreute sch an seiner größe, seinem wert, seiner form. er spiegelte das licht in gebündelte, lichte farben, die sich ausbreiteten und auch die muse bedeckten. der moment seiner entstehung erschien der muse in melancholisch fröhlichem sehnen; vielleicht einer sehnsucht ihn heraufzubeschwören, seine vergangenheit nicht vergehen zu sehen, sondern zu aktualisieren. die muse bog sich bei der frage, ob dieses bedürfnis der mühe und der wahrheit wert sei, da der alltag staub wie silber in all den zeiträumen ansammelte, und [...]

Dienstag, 9. Juli 2013

O

puls ohne frequenz
zeichnen ohne bleistift
duschen ohne wasser
weinen ohne tränen
parfum ohne duft
engel ohne hoffnung
wüste ohne sand
augen ohne iris

[...]

tote zeit

tote zeit / leichen des alltags
im drift gegen die (anti)zukunft:
ihre zukunft ist mit einem trick weg
sinnschwund
denn sie fahren die realität in ihrem reichtum nach, und die begriffene und gelebte realität siegt:
er entreißt seinem herzen das träumen, er nimmt ihm die möglichkeit ihrer zukunft
selbst wenn das alles der bittersten implosion gleicht
um welchen preis verspielte er seine tatsächliche realität?!
indem er sich des preises bewusst wird …
die realität ist unbestechlich,
er treibt jegliche lebensgeister aus
seine finger gleiten im schwindel der tatsachen
sie flüchten vor dem schreiben (der wahrheit?)
er kann nicht dagegen anschreiben:
/die sehnsucht nach dir/
er stellt sich infrage: die suche nach worten --- blinde flecken, das findet er
ein einheitliches nichts weiht seine gegenwart zu tode.
*
(4/13)
fülle die risse mit gold auf

bei allen beliebigkeiten an bedeutungen wandelte sich […]
ich liebe bilder, so kann ich dich nicht lieben, dein selbst, denn ich halte mir ein bild von dir vor augen und verwechsle nähe mit distanz: je besser und wachsender ich dich zu lieben glaubte, umso mehr ikonisierte ich deine frei bewegliche seele, die freiheit deiner art und immer erst nachträglich vernahm ich, wie ein blühen beginne ankündigte und ich seine beginne stoppte: in milde schlüpfte ein lebensfunken in deinem inneren und nahm die form von worten an und ich, ob begeistert oder verblendet, wo ich doch so liebe, wie deine stimme klingt, übertönte das heranreifen deines wachsens, und du sagtest – macht nichts- und ich, immer wieder … nachträglich… verkehrt
*
es gibt keinen platz; für mich: auf dieser welt
ich sehne mich nach jemandem, der auch seine einsamkeit austilgen möchte
der auch nicht klarkommt
der auch an der banalen und sich durchsetzenden oberflächlichkeit zugrunde geht
der auch denkt, wie er atmet
der sich auch seinem kaputten und unaustauschbaren kern bewusst wird
der sich auch nicht zufrieden gibt (weil er nicht immer zufrieden ist)
der auch fühlt, und der mich versteht …
der auch glaubt, keinen platz auf dieser welt zu haben
der auch jeden tag als nichts selbstverständliches annehmen möchte
--- von innen heraus schön ---
*
letztlich machen diese sachen, von denen du sagst, sie hätten keine wesentliche bedeutung, dein leben wesentlich aus. [an dieser stelle kondensiert sich meine wahrheit.] es sind die leidenschaften, die du pflegst, in die du zeit und gedanken steckst. daran ist weder etwas falsch noch ungerechtfertigt. [>unser< gemeinsamstes verstäubt sich.] nur – dass ich keine dieser deinen leidenschaften (mehr) bin. und bei aller stille, eigenliebe und innerlichkeit – ein transparentes mindestmaß davon, was du für mich >tatsächlich< empfindest, brauche ich explizit, jeden tag, abgewandelt und doch durchgehend wachsend. wie soll ich nun an deiner seite wachsen? es wird immer dinge geben, die dich beschäftigen, es wird immer etwas anfallen … [dass ich dich beschäftige]
*
er trug heute so viele worte in sich (schwindel im kopf), fast alle drehten sich um dich und sie und ihn; und al du ihn anriefest, überlagerte der schall gehörter musik seine stimme … sie war so heiser und dumpf: er hielt sich lange in zwischenwelten auf,
am ufer ihrer utopischen insel, er atmete ihre seele und kann das ausmaß nicht abschätzen, er atmet seine neugier und empfindungen aus allen poren, ohne sie anzusprechen, ich meine, auszusprechen.
ein mix an überzeugungen : sein denken setzt aus
*
r.i.p. humans

hüllenhaft
einhalt der zukunft
mit jeder linie die unerbittlichkeit
er will nicht mehr diese maske!
liebe soll doch nichts hüllenhaftes sein.
liebe soll doch ermutigen
liebe meint doch auch sich um den anderen innerlich wie äußerlich zu bemühen, oder?
liebe setzt doch ein eigenes zeitmaß
… er hat sich getäuscht in den größenverhältnissen
es hört nicht auf, diese zerfressenden gedankenkreise
was selbstverständlich und wundervoll berechtigt von selbst kam, kommt nicht mehr.
er fühlt sich wie in einer unmöglichen schleife
und jede kritik wäre ein stich in ihr herz,
so legt er sie an seines an.
er kommt sich nicht mehr menschlich vor,
nur ein blickwinkel des zwangs.
entleert, und nicht bereichert
so wund
und die tränen hören nicht auf zu kommen.
er hält es nicht mehr aus, und kann keine maske, keine rüstung schmieden,
die seinem grundgefühl standhält, es kachiert und das glaubhaft.
er kann nicht mehr SO und das tut massiv weh.

*

Freitag, 28. Juni 2013

°

wie ein puma, der auf durstrecke durch schwarze wüsten wandelt, und eine oase erblickt //

wüsten, in der nur nacht ist, aber niemand schlafen kann.
es vergessen dort manche nicht nur, wie tageslicht ist, sondern auch sich selbst.
und das tapsen fällt schwer - der sand wie flüssiger teer oder schwarzer tiefschnee, er glitzert so selten, und das himmelszelt säumen nur fünf sterne, alle anderen bereits verglimmt.
die sprache hier dient niemandem außer einer umfassenden, ewigen stille.

Samstag, 1. Juni 2013

als mein mond verwelkte

als mein mond verwelkte, fing mein gesicht das zuletzt gefächerte licht auf.
die anderen glaubten noch weniger daran als ich.
ich wollte nicht in dieser verfassung schreiben.

(2011)

märzschmerz


luzide absprache mit ‘der stille’ :
sonnenbenetzt
in treue
meistens das seltene

*

am rande des wahnsinns tauchte eine bestimmte art von hoffnung auf -
     eine eitle, unzulängliche, lächerliche, einsame, unbestätigte, unterernährte,
     ausgewaschene, sprachlose, komische, verzweifelte -
und jede hinwendung zur sonne wurde von einem schatten überschattet, der sie überstieg.
bleierner himmel, rücksichtsloser selbstverlust
und im exzess aus ignoranz und gegenwärtigkeit fiel ihre glücksfähigkeit durch
die einsamkeit zu spüren war überwältigender als der glanz einer wiedergefundenen lebensfreude
eine einsamkeit und leere inmitten aller wechselseitig scheinenden fülle
doch diese fülle machte sie zu dieser hülle
..hüllenhaft: wie schmerzlich dieses wort fiel; es fiel hernieder, um ihren zustand zu lindern,
eine apokalyptische abfolge durchsetzte ihr jetziges leben
'ein schalter musste umgelegt werden.'
und inmitten aller dichte fand die hülle trost.
sie fand die süße ihrer seelischen hoffnung wieder, verkörpert in jedem ihrer körperteile, in jeder ihrer bewegungen. das war es. genau das.

*




'eigenschutz vor fremdschutz' // endstation glück

feuerfest und wasserabweisend
*

wir projizieren auf allen vieren || ich sah es selbst
*

stimmungen
doch kann ich sie nicht einordnen,
in keine begriffe noch buchstaben noch zeichen noch sinne?
stimmungen
im einklang mit dem selbst
ungemahnte ahnungen
es geht darum, dass du den segen deines bildes von mir nicht kaputt machen willst
oder ist es die stete frage nach vertrauen?
der glaube an einen urbruch des vertrauens, den wir heraufbeschwören, um uns zu schützen
den schutz unseres eigenen
was für ein schwur, unser glaube
dass wir uns so sehr selbst verstellen, nur um das große gegenüber nicht zu verlieren,
wie energetisch war doch das umfassen ... unfassbar
ich werde es einsehen.
wahrheit geht vor liebe? auf lebensdauer betrachtet ...
stimmungen
ohne abbilder, unter unvollständigem abgleich:
*

eine erinnerung:
schwerer atem. das pochen der schläfen. fast erzwungen schwer, diese schwere. die umgebende luft engt ihn ein. der himmel stützt sich in seiner gesamtheit auf seinen schultern ab, wirklich. in seinem inneren lösen sich sätze ineinander auf, unentwirrbar, ein gleißen, eine einzige einheit das schweigen.
er fühlt sich nicht leer, er ist leer. der atem schwer. das gesicht konturlos wie das schweigen: fassungslos. er kann das fassungslose nicht erfassen, es ist fassungslos. es macht ihn fassungslos. er fällt zusammen, er wird zur leere.
und immer wieder dieses drücken, wie hände, die seinen brustkorb umfassen und zusammen pressen. ihm ist schwindelig, sein blicken wird fassungslos. (kein durchbrennen von empathie). aufschwallen des schwindels - leere: als kompromiss aller auflösung - lösung der worte, er hat sie also gefunden.
er atmet es aus. es übersteigt seine körperränder:

[...]

[du ahnst. es. du hast geahnt und dein ahnen mit einer mitteilung zusammenfallen lassen.]

müde an seiner selbst? doch es herrscht rastlosigkeit, schweratmig, so schweratmig: als gliche die schwere des atmens seiner lebenshaltung, als wäre in diesem atem jegliche präsenz erdrückt, um es auszudrücken.. es lässt sich nicht ausdrücken, es zerdrückt, es drückt aus, es verdrückt, es erdrückt, es drückt durch 
*

[ferment des konventionellen]
niemand will ihn so, wie er ist
niemand spürt, wie er nun ist
niemand
keine fragen bedeuten kein interesse bedeuten kein leben bedeuten
im zeitalter der fortlaufenden ständigen durchgängig dauernden wiederholung des gleichen wir jede beziehung, jeder sinn mechanisch;
um auszubrechen muss man <sich> überwinden
worin besteht die überwindung? worauf besteht sie? wie besteht sie?
in diesem zeitalter entsteht ...
[treibstoff bluttreibender art]

-----------
tiefschlag 
sein bewusstsein vertieft auf das pochen in den schläfen
wir wollen nicht mehr über dich und von dir erfahren,
dein wesen wurde eingesehen
wir zogen den ernst von der quersumme deiner jahresringe ab
er überzog sein antlitz mit seriöser monotonie
verdrosch in missmut seine natur
eine vermeintliche gegensätzlichkeit
*

nebelumwoben
nämlich:
worin liegt unser erinnerungswürdiges?
ich werde gehen, wie ich gekommen bin
weil wir uns von zeit zu zeit aneinander lösen werden
unsere liebe werden wir nicht mehr finden, ohne gesucht zu haben
sie wird zu dem werden, was vor ihr war

"if i read our story backwards, it's about how i un-broke your heart, and then we were happy until one day, you forgot about me forever."
weil ich dich in hingabe, in der gegenwart geliebt habe -
besonders und in diesen momenten schonungslos von herzen;
weil ich spüre, dass die einzigartigste nähe von nähe nicht diesselbe wiederkehr desselben misstönens aufhebt
als ob die liebe selbst ihre vorwarnungen verschmäht
und edelherb vergesslich macht - ich dachte, aber ...
- ich dachte nicht ...
und das die seelendichte, die bandbreite an intensität, an maß kippt
ich habe geliebt, ich bin verliebt ins liebende verstehen und bestätigen
ich habe daran geglaubt, dass du mich spürst,


austauschen für einen augenblick

ich habe mich darin getäuscht geglaubt zu haben mich im leben zurechtzufinden

der ausgang war der eingang
ein gang

ich werde mich auflösen: darin besteht das geheimnis
ich werde mich tag für tag kaputtlösen
und übrig bleibt ein leeres kreuzworträtselgitter;
eine brise genügt und das gittergerüst fällt

es ist nicht dazu bestimmt, etwas zu halten
*




Freitag, 5. April 2013

feber '13

er legt heute vertrauen in sich. neues vertrauen in das, was er tut, wer er ist und wird. in den wert seines lebens. er möchte neu zu sich finden, sich nicht an anderen kaputt bestätigen und an seine stärken wie schwächen glauben, schwächen und stärken, die ihn menschlich (aus)machen. er liebt es zu lieben, und das möchte er der welt weitergeben, nicht sein kaputtes und auch keine zerstörerisch verlebte zeit. er steht jetzt bewusst zu sich, er nimmt diese chance an, all das übel abzulehnen, welches sich als das gute, notwendige und verzichtbare tarnte. diese tarnung kostete unmengen energie. sie verstellte so existentiell und gewissermaßen tödlich seine lebensfähigkeit. diese tarnung war ein ventil, welches sich immer wieder von selbst verstopfte. das selbst gab sich dieser tarnung hin und hängt sehr an ihr...aus angst, aus konformität und - menschlichkeit. aber hinter dieser tarnung, da keimte wahrheit, eine viel stärkere und robustere als die wahrheit der tarnung; eine wahrheit, die fragt, die erinnert, die nicht aufgibt, die liebt, die mischt, die gehen lassen zulässt. die wahrheiten gerieten in einen widerstreit; und er war tatsächlich hin- und hergerissen. und er spürte, wie die stärkere wahrheit untergraben und verzerrt wurde, in ihrer schönheit und wesentlichkeit entstellt, ganz gemein und missverständlich. wund und sauer. angefressen von der anderen. einen kompromiss werden sie nie finden, denn so steht die stärkere für den größten kompromiss ein - einfach leben, einfach sein, einfach mensch: es ist hart, doch manchmal braucht es härte in all dem erhitzten und liquiden weltgeschehen. es ist geschehen: er macht halt sein subjekt infragezustellen mittels einer logik, die schwarz-weißer nicht sein könnte. er möchte an der stärkeren wahrheit wachsen; sei sie manchmal bitterlich und nicht jedermanns geschmack, sei sie scharf einschneidend an stumpfen tatsachen, sei sie selbst...>sein ding<
und er hofft, dass man ihm glaubt, das alles nicht einfach ist: er übernimmt verantwortung und die konsequenzen einer bilanz; im wechselspiel von wahrheiten, wovon eine gar keine ist, sondern ein zwang, ein scheißdreck und normales dilemma, und er übergibt sich ihr so oft und schämt sich dafür und ist sich dessen bewusst! sie verlockt und sie verspricht, sie lässt zu, was offensichtlich nicht unterdrückt werden kann.
er ist beides,
und mehr.
so möchte er die dichotomien kappen, wie seit jeher, er tut sich so schwer mit dichotomien und doch bezirzen sie ihn. 
er - teile, anteile, gesamt..nun..sagen wir >>>er>>>

manchmal bist du >du<, und ich nenne dich du, weil ich ich. und ich nenne euch >ihr<. aber manchmal, da denke und fühle ich dich tatsächlich (tatsache einer innerlichkeit). d.ich, ohne "d". 
und manchmal fühl ich >mich< gar nicht, wie ihr mich wahr_nehmt (für wahr nehmt).
aber jetzt macht es mir keine besorgniserregende angst. ich trete heraus aus mir selbst, und bleibe ich, und das liebt ihr - so will ich auch lieben. ohne selbstliebe, wie könnte ich wirklich vetrauen? vetrauen geben?  vertrauen in etwas legen ...

*

der mensch ist kein kunstwerk.

jedem einzelnen seiner worte die glaubwürdigkeit absprechen, unter dem blick verbitterter, frustrierter, zu phantom vernichtender, fermentierter, wiedergekauter, ausgebluteter, zu nervengift geronnener, misstrauischer, befremdender, schmerzverzerrter überzeugung. lieblosigkeit, abgedichtete stille. nur der widerhall des ewig gleichen schocks. liebe gleicht einem körper mit ausgelösten knochen
aufgereizt, entnervt, überspannt, verspannt, appetitlosigkeit, essensweigerung: er weigert sich von den früchten ihrer liebe nähren. er weigert sich an eine gute entwicklung ihrer liebe zu glauben, zu vertrauen. er weigert sich sie aufrichtig zu lieben. aus angst. aus unglaubwürdig befürchteter ungenügsamkeit..fastenzeit. ende. die totgeburt von anfang.

*

|:o:|

mein dunkel hat viele seiten.
meine vielseitigkeit ist dunkel?
das missfallene misstönen entfällt]:[für einige tage]:[glaube ich]
ausstrahlung: über die ränder hinaus, schwarz und weiß (er)lösen sich ineinander; 
und was ich kaputt machte, erschien mir unverzeihlich, unvergesslich,
vor allem, wie ich kaputt machte
alles kaputte fans sich in einem einzigen zeitkondensat wieder:
als läge darin der unausweichliche sinn meines lebens,
den ich wie glück annehmen und entfalten sollte.
alles kaputte.
als ob es glücklichkeit bedeutete, empfänglich zu sein für realität.
-
ich spannte das himmelszelt auf, um platz für meine ausgeburten zu schaffen
-
so schlimm war es doch nicht
-
ein falscher satz, vergriffen im tonfall,
und ich legte mich hinein // wurde hereingelegt //
-
er kauerte sich in die höhle ihrer treue;
tropfsteine glichen geflossenen tränen,
atemzüge gleich fehlender ressonanz
[wiedergeburt des anfangs vs. restrealität]

*


Mittwoch, 13. März 2013

Donnerstag, 31. Januar 2013

eine weile


wir versuchen zu archivieren,
was an gefühlen erinnerungswürdig gemacht wurde
gemacht, das heißt vermenschlicht
und wir erlebten und erkannten uns am ehesten
in fremden tönen, dabei entfernten wir uns aber um zur –
liquidierung
abnagen können wir, im bewusstsein, dass es etwas abzunagen gibt –
doch was, wenn in diesem verlauf ein durchnagen erfolgt,
durchnagen von ausgebesserten nähten [da die ersten rissen]
übermalen von aufgemalten narben
betrügen der wiedergefundenen liebe
und alles in lustlosem zufall :: gefälligkeit durch überwinden zufälliger lustlosigkeit

an tagen wie

an tagen wie diesen geht >deine< sonne nicht auf; der himmel gibt nicht deine stimmung wieder und treu wird zum grab zerfallener ideologien

liebesoden

wir - versuche der bürgerlichkeit

so etwas wie dies?


ich glaube daran, was ich sage, als ich es fühle
arbeite mich am gedanken ab
für dich bestimmt zu sein
wieso existiert dieser gedanke?
[von mir aus]
etwas zirkuläres
ich suche nun den vierten stift,
der mit der handschrift gleitet
(es kommt, wie es kommt)
und gefühle sind einem pflichtbewusstsein eingestimmt:
es lautet - osmose mit dem innenraum der außenwelt (des weltinnenraums) :
was rede ich // was schreibe ich
ein monolog, sich entfaltend in endlosschleife eines aufblühens :: abblühens
ich erfreue mich am abglühen der mentalen monogamie:
und die musik, nur sie lenkt mich ab:
als ich ihre spuren verfolge --- rein musikalisch, versteht sich
[reinheit] : das stets unkonzentrierte wachsein;
und persönlich nehmen - zusammenfallen mit den tönen,
nicht einswerden, aber zusammenfallen ...

mir entfiel der dunkle himmel
ich verpasse die sonnenfinsternis : treue wurde zur spirale.
****

was bedeutet es, dem anderen fehler zu verzeihen,
sich selbst aber diese möglichkeit grundlegend abzusprechen?
(sehnsucht nach menschlicher perfektion?)
glaube an die authentizität einer gelebten mehrstimmigkeit:
das gesamtbild nur im drift, ohne zoom, ohne schärfe:
ich verliere die details aus dem blickfeld:
dieser verlust häuft sich tag für tag
und erscheint natürlich wie sich regenerierende hautschuppen,
wie ein biologischer prozess: ich würde sagen, man versuche eine lehre der gefühle (lebensbiologie) aufzustellen und du nicktest zu, als ob du ihr personifiziertes wesen sterben sahst:
es wäre ein nicken, enthoben der lebensnotwendigkeit, welche ich gesten zuschrieb;
[postmoderne beliebigkeit] : unser band.
als würde ich meine seltsamkeit mit jedem atem brauchen; ...
muss man das unmögliche denken, um das mögliche zu erkennen?
****

wir wiesen unsere aggression in immer komplexere schranken [ab]
da sich unser bewusstsein an steigend komplexeren 'strömen' bildete:
was hätte ich zu verlieren, indem ich explizit dachte, ein treuebruch stünde im manifest deiner natürlichkeit - ich könnte gar nicht dagegen treten, weil ich >es vertrete< ... wieso ...

woher diese gedanken?..
wie ein schutzfilm über dem selbst [der feuchte schimmer am auge]
da hole ich etwas heraus: wohl eher eine plastikplane
es lähmt mich manchmal, dieses selbst zu enthüllen.
es schabt dieses abarbeiten an der überzeugung, probleme mit vertrauen zu haben
vielleicht ist diese überzeugung von grund auf falsch
und woher diese ungeheuerliche annahme, ein moment könnte alles ausbilanzieren:
und seine bilanz gliche einem selbstmord: trotzdem. trotz dem. trotz der.
und ich finde es peinlich schön, mich unserer liebe zu vergewissern
dieses unaufhaltsame vergewissern: gleicht es nicht einem zwang, einer verstellung
[...]
einfach sein - das beste, wenn du mich fragst
****

letztlich - was bringt all die erklärung=
am liebsten würde ich sie verrätseln unter einer logik der völligen auflösbarkeit - daran läge nichts schönes und nichts erstaunliches

[zeitalter]
****

Donnerstag, 8. November 2012

: nichts : das ist alles :

mein ich [ist] nicht für diese welt geschafft
ich will als ganzes ich weg von hier;
gänzlich weg von hier
ich glaube nicht an leben als prinzip
ich kann mich nicht an anderen behaupten - zumindest mit keiner überzeugenden synthese des behaupteten
ich verschulde dieses verantwortungsgefühl selbst

wir können keine gemeinsame sprache finden, bilden,
die uns glücklich macht
>und am ende stets das nein<
nein zu allem/allen
°°°°

ich wünschte, es gäbe jemanden:
jemanden, der nicht anders könnte, als zu fragen -
>> wie bist du jetzt? ich spüre dich, ich verstehe dich.
ich kann nicht anders als zu spüren, wie es dir geht, was du brauchst, warum dein inneres dieses sucht und nichts anderes außer dieses.
ich spüre dich, und das losgekoppelt von jeglicher rückversicherung auf tatsächlichkeit.
ich berühre dich, wo du liebst. und kann gar nicht anders, weil ich dich liebend verstehe<<
ich wünschte.

nun, ich baue die mauern weiterhin um mich. weiter vor mich hin. absolut hin baue ich weiter. und jedes gelöschte und zerstrichene wort wird zu einem baustein: die bausteine greifen nicht ineinander.
ich baue einfach.

ich sehe mir dabei zu.

(so am rande: einige fremde mauernflächen bin ich zuvor entlanggefahren, habe sie mit meinen augen gestriffen...
meine körperteile -
hindurch
ich habe meine auswechselbarkeit in all alles hineingedacht
warum beharre ich darauf?
warum kehrt dieser gedanke in seiner eigenwilligen (?) intensität wieder und wieder (auf)?
ich habe verlernt zu vertrauen.
ich sterbe, indem ich dich ganz verstehe;
weil ich dabei aufhöre selbst zu sein
verstehen = sein
ich werde, vielleicht,
aber ich bin nicht.
diese liebe: augenfarben werden zu weiß glühendem schmelz,
und die seele weint
warum weine ich?
was sind es für tränen?
ich kann sie nicht einordnen,
weil ich verstehe.

deine indifferenz macht mein vertrauen kaputt.


nicht in dieser welt werde ich >mir< begegnen;

und falls ich >mir< begegne, werde ich diese begegnung nicht als selbstverständlichkeit deklarieren.
ich weine, weil du gleichgültig erscheinst, weil du meine bedürfnisse am erfüllen hemmst, weil du du und ich ich.
ich weine -
es macht keinen unterschied.
ich weiß nicht, was du in mir denn siehst.
verlass mich // ich verlasse mich auf dich // verlassen wir uns /darauf/ verlassen wir uns 

*

in leidenschaft den maßstab haltend -
das prinzip des funktionierens

Freitag, 12. Oktober 2012

Donnerstag, 4. Oktober 2012

der alltag zeigt sein gesicht

reisefieber

//

ich bin keiner von denen, weil ich einer von ihnen bin

//

an diesem [arbeitsort] blühst du also auf ::
der alltag überformt dich
du wirkst unattraktiv auf mich
//
du tust so, als ob sie nicht existiert, wo sie doch tag für tag teil deines lebensverlaufs wird

:| du lebst für deine arbeit  |:
:| du lebst dank deiner arbeit |:
:| du lebst durch deine arbeit |:

hin und durch

der wert von worten liegt anhand deines sprechens in ihrer funktionalität und einhergehenden hinfälligkeit
du unterziehst sie einer musterung 
- das ergebnis erscheint bedauernswert: sie werden zu lückenfüllern;
sie werden zu abfall,
zu einem verfallenen arbeitsplatz,
zu einer zerfallenen persönlichkeit,
zu abgefallenen sternen

und in dir dröhnt der alltag,
vielleicht dröhnt er dich nicht zu,
aber mich;
ich vernehme es - betroffen, in absurder schuldfrage:
absurd - ein zu einfaches wort,
es kann nichts abhandeln - so in handschriftgröße geschrieben:
absurd steht auf häusern, in gesichtern, für bewusstseinszustände ...
unter umständen

*

wie sollen wir aneinander wachsen, wenn wir anderen lichtern entgegenstreben,
wenn unsere wurzeln sich von anderen stoffen nähren
geld ist dein gott
freizeit und arbeitszeit eine verständliche  vernünftige  akzeptierte symbiose

wir werden uns nichts mehr zu sagen haben,
wenn wir nicht rekapitulieren

der preis - eine [lebens]konforme vernunft


und wir werden weiterhin andere als tragflächen nutzen,
daraus gebilde und mobile bauen, die holpern und torkeln,
vor allem aber mit dem hall unserer egomanie schön mitschwingen,
tränenschön
(seufzen)
und wir werden die schnitte / schnitzer tiefer anlegen, die tragflächen mit steigender präzision begutachten, zurechtschneiden, selbst wenn nichts mehr bleibt von ihrer gänze und wir beschließen, doch nichts davon zu verwenden, wir werden das einfach entsorgen, und selbst wenn wir nur diese eine ader aus diesem einen herzmuskel benötigen, ohne die es nicht verkehrstüchtig ist, nicht tüchtig sein kann, wir werden es wissend tun und diese eine ader nehmen
die erweitung der kampfzone hat eingesetzt:
auge um auge

wir werden weiterhin behaupten, alles infrage zu stellen,
wir werden weiterhin bluten und aus.bluten lassen
doch transfusionen ?
wir werden auf synästhesie verzichten, 
weil wir >in diesem moment< an unserer realität zerfallen [sind] .
(weinen)


Dienstag, 4. September 2012

|

ich habe nicht mehr daran gedacht
im spital so viele menschen mit ihren gebrechen, gebrochen mit ihrem leben?
ich spüre:
das leben auf sparflamme ausatmen
konfrontiert mit so viel zwischenstadien
dem leben zu vertrauen erscheint wie einen verdörrten, übrig gebliebenen, ausgerissenen apfelstrunk inmitten frischen gräsern zu bemerken

[---]

am ende eines kratzers


es gibt keine einzigartigkeit in dem, was [wir] tun.
es gibt nicht den menschen, es gibt nur zwischenmenschen.
zwischen tod:leben/schlaf:wachsamkeit
>> ich will keine grenzen ziehen, wie geht das denn mit worten? so durchlässig, zu wenig lästig und nicht genug erschöpft, eine ungenügende wortschöpfung
zwischenmenschen: so zwischen uns menschen gesagt.
/nichtsaussagende stille, berauscht am wortlosen genuss /
wie soll ich sprache mein ich abverlangen?
ich will mich nicht zufriedengeben. mir geht es gut, aber nicht gut genug.
*
diese linien und lücken sind doch zu wenig;
darüber schreiben, darüber schreiben heißt vielleicht überwinden, distanz gewinnen – das kann ich nicht. ich schreibe den schwall nämlich nieder, den zufälligen, abfälligen und … so habe ich nachträglich und <bewusst> gefallene sätze arrangiert; sätze, die anscheinend jemanden beschreiben sollten, ich hab sie der liebe willen durchleuchtet, mit anderem filter, mit anderem zoom und – mit einer schablone versetzt,
so strahlen nur mehr die inhalte der sätze durch, die ich sehen will, derer ich mich vergewissern und erfreuen will.
ihre formen sind schön wie von vergänglicher zufälligkeit formatierte schatten,
ich lasse mich von dumpfen lichtschleiern bedecken, ich mag das, weil es mir gefällt,
maßgeschneidert illuminiert, erbrechend schön,
ich durchwühle vergangene bilder, deren glanz stets im vergehen begriffen wird während ich sie betrachte,
ich möchte kotzen, so schön sind diese bilder,
hinter und in jedem gefühle und farben,
alles übersättigt an farben und zufriedenheit:
komm, tau sie auf in deiner erinnerung, hauche ihnen das leben ein, was mit mir nichts zu tun hatte, ich würde dafür bluten vor freude, du kannst mir glauben
bluttreibend
und deine worte, bitte wechsle sie nicht aus, erst wenn sie kaputt gehen wie glühbirnen, aber nicht mal dann –
reproduziere dein vergangenes ich, trage den ballast mit dir, ich kann ihn dir ja nicht abnehmen, denn – ich bin selbst auswechselbar, dreh mich heraus und werfe mich gegen eine wand,
eine glühbirne, die schillernden scherben gleich wegfegen, ist ja sonst gefährlich, ein splitter, minimal und übersehen, könnte sich in dein fleisch bohren und jeder schritt würde ihn tiefer drücken, das tut doch weh, bloß in der banal nachvollziehbaren vorstellung
:::
ich bin nicht dazu befugt, an deinen glühbirnen zu drehen; ist nicht mein vorhaben, genauer gesagt;
´gnadenlos schlaflos´
deine worte sind ausgefallene glühbirnen, mit denen du versuchst die welt zu sehen, zu beleuchten
im dunkeln kann der mensch nicht sehen: doch, er kann. und franz gefällt, was er sieht. er sieht schwarz, er sieht abgedumpfte flächenkonturen, er sieht angemessen orientiert. zartes, punkförmiges farbrauschen. franz verspürt keine langeweile. ihn erfüllt das sehen im dunkeln mehr als realisierte liebe. was für eine liebe muss das also sein, die für diesen vergleich taugt?
selbstvergessene liebe
:::
nun gehe ich optionen durch,
warum ich und wie du und ich und warum sie, wenn nicht ich
vor allem als ich warum ich
*
ich will in unserer beziehung in keine fußstapfen treten, die du mit ihr gesetzt hast.
ich habe vergessen, dass du womöglich stehengeblieben bist.
ich habe das gefühl deines lebensgefühls unterschätzt.
du: eine bereits besprühte tabula rasa,
entlangfahren deiner lebenslinien – der lebenslinien, die du freigelegt hast, nicht ich, wo ich es umgekehrt glaubte; das entlangfahren erscheinte kostbar, aufregend, auch herb und brisant;
als hätte ich durch meine sicht einige herausseziert und gedanklich in einen ordner gelegt, trockengelegt in ihrem wachstum / wachsen,
ich war nicht wachsam genug
ich bearbeitete dein abgerufenes abbild, eine schicht über die andere:
idealisieren heißt wohl widersprüche zu parallelisieren, aber nicht ineinander greifen zu lassen.
idealisieren heißt wohl notwendige auslassungen zuzuspachteln, ja nicht mal erkannt zu haben,
da ein bild am schönsten, wenn als abgeschlossen befunden, selbst wenn man es mit unabgeschlossen gleichsetzt,
vollkommen wird es jedoch nicht werden,
unter diesen umständen niemals,
aber darauf lege ich es nicht an
wofür rechtfertige ich die art, wie ich menschen beurteile?
so tut es weh, einschnitte vernehmen zu müssen:
die oberfläche deines bildes ist anorganisch, konnte nicht atmen, die augen wechselten nicht ihren glanz
[[deine augen verdrehten sich nach innen:::introspektion]]
ich beanspruchte das recht,
einem wesensbild die möglichkeiten von wesensänderungen abzusprechen
ich habe ihm seine menschliche natur abgenommen,
indem ich ihn reflektierte
und doch kann ich nicht anders,
oder?

fasern aus feber '12

sie kaut an ihren nägeln, als ob sie anfinge, ihre fingerkuppen abzunagen anfinge
***
er nimmt menschen ernst, vor allem, wenn sie ernstgenommen werden möchten
in nervösen phasen hofft er, gebraucht zu werden, aber nur, um der nervosität zu entgehen [dem tode entgehen], weil er

nach tonnen von gedanken,
ja, isolation ist ohne >psychosoziale träger< nicht zu begreifen;
doch glaubt er, dass ihn eine vollkommen entpersönlichte isolation ummantelt:
isolation steht hier für keine frau, kein urbanes motiv - reicht es nicht, dass er schlechthin dafür (ein)steht, wenn er es sagt?
er würde alles, was als so genannter >metaphernfundus< betitelt wird, denjenigen ins gesicht dreschen, sollte es in üblen zerlegungen verflüchtigt oder relativiert werden.
er würde erneut drohen auseinanderzufallen, verstünde einer nicht im geringsten, dass für ein worterleben ein ganzes leben, eine durchlebte lebenszeit einstehen kann.
eigentlich ist es nicht schwer einen buchstaben nachzuzeichnen, könnte doch fast jeder - verdammt, verstehe in welchem sinne; und schlage keine erweiterungen an dieser stelle ein -
eine behauptung ist ein vorschlag, eine art, ein loch, eine grenze -
vorschläge MUSS MAN NICHT ausführen
arten als basis des kollektiven erfahrens
ein loch wäre kein loch, wäre es durch mentales verstopft und verformt
und eine grenze wäre inexistent, wenn du ihre grenzlinien ausradierst
nach all diesem missglücktem geplärre
raubt der jähzorn die ahnung von worten
*
ich bin dazu geboren, in bildern zu reden -
nur sie sprechen mein wesen echt aus
*

Donnerstag, 16. August 2012

° osmose

du spürst nie wie es mir geht oder
hast du je das gefühl gehabt ein dir körperfremdes und in anbetracht deiner selbst unwahrscheinliches gefühl zu spüren
nein oder
ich sollte besser mit dieser illusion brechen
warum glaube ich daran
warum glaube ich es implizit
ohne zusätzliche worte

*

kann man einen glauben aufgeben
mit ihm brechen wenn er einen zugrunde richtet oder gar / somit die umwelt

diktatur der seele
ausweitung der kampfzone
die menschliche kommunikation : osmose
die synthese von selbst und reflexion führt zu nichts

nach der metamorphose wurden die wände undurchlässig
verkrusten
der selbstschutz walzte die texturen von körper und seele glatt
nun fehlt nur mehr eine politur
dann blendend
dann brillianz
wir wollen doch geblendet werden
***
doch --
einer dieser augenblicke, in denen sich das eigene leben kondensiert [lebensgefühl]
und ich weiß nun, warum ich daran glaube, dass ein gegenüber mich spüren kann, implizit
weil das gegenüber dem leben auf eine mir gleichsame weise das lebenswerte zuspricht, annimmt
***